ESG Reporting direkt im Trade ERP
Ab dem 30. Dezember 2026 gilt die Entwaldungsverordnung für große und mittlere Unternehmen, ab Juni 2027 auch für die meisten kleinen. Wer Kautschuk, Holz oder andere betroffene Rohstoffe einkauft, muss dann die Referenznummern der Sorgfaltserklärungen nachweisen können. Das ESG-Modul in enventa Trade ERP übernimmt die Datenübermittlung für diese Nachweispflichten direkt aus dem ERP.
Eine integrierte ESG Reporting Lösung, ohne separates System.
Drei Bestandteile, ein Modul
1. EUDR – Entwaldungsverordnung
Die EUDR (EU-Verordnung 2023/1115) verpflichtet Unternehmen, die Kaffee, Kakao, Kautschuk, Holz, Rinder, Palmöl oder Soja sowie daraus hergestellte Produkte in der EU in Verkehr bringen oder exportieren, zu entwaldungsfreien Lieferketten. Nach der Verschiebung durch die Verordnung (EU) 2025/2650 gilt sie für große und mittlere Unternehmen ab dem 30. Dezember 2026, für die meisten Klein- und Kleinstunternehmen ab dem 30. Juni 2027.
Im ERP wird das über die Chargenverwaltung abgebildet: Jede Lieferung eines betroffenen Rohstoffs ist eine Charge, an die die EUDR-Referenznummer (DDS) gehängt wird. Bei Bestellabschluss prüft das System automatisch, ob EUDR-relevante Artikel enthalten sind, und übermittelt die Bestellung bei Bedarf automatisch zur weiteren Bearbeitung. Beim Wareneingang trägt der Anwender die vom Lieferanten bereitgestellte DDS-Nummer je Charge ein. Ein Cockpit-Element zeigt alle Bestellungen, zu denen noch keine DDS-Nummer vorliegt – filterbar nach Lieferant, Einkaufsart, Sachbearbeiter und EUDR-Kategorie.
2. PPWR – EU-Verpackungsverordnung
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) verpflichtet Unternehmen, die eigene Verpackungen oder Umverpackungen in Verkehr bringen, zur Meldung der verwendeten Verpackungsmengen. Wer eigene Verpackungen erstellt oder Eigenmarken repackt, gilt rechtlich als Erzeuger und muss sich registrieren sowie die verwendeten Mengen jährlich melden. Das ESG-Modul liefert die dafür notwendigen Daten, wie etwa verwendete Verpackungsarten und -mengen, direkt aus dem ERP.
3. CBAM – CO2-Grenzausgleich
Für Ende 2027 vorgesehen als dritter Bestandteil des Moduls. Bildet den CO2-Grenzausgleichsmechanismus für importierte Waren ab.
Funktionsweise
Das ESG-Modul ist als ESG Reporting Tool direkt im ERP verankert: Lieferanten- und Artikelstammdaten (u. a. Anschrift, GEO-Koordinaten, Steuernummer, Artikelnummer, Gewicht, GTIN, Zolltarifnummer) werden einmalig gepflegt und für die jeweilige Meldung wiederverwendet. Es ist kein doppelter Datenabgleich zwischen ERP und externen Meldesystemen notwendig. Voraussetzung ist eine Lizenz für das jeweilige ESG-Teilmodul in enventa Trade ERP sowie ggf. ein separates Vertragsverhältnis mit dem zuständigen Meldedienstleister.
Use Case:
Ein technischer Großhändler bezieht Kautschukdichtungen von einem Lieferanten außerhalb der EU. Über das ESG-Modul werden die relevanten Lieferketten-Daten zu diesem Artikel direkt aus dem ERP an das zuständige Meldeportal übermittelt – die Nachweispflicht der Entwaldungsverordnung ist damit erfüllt, ohne dass der Einkauf die Daten separat zusammenstellen muss.
Ihre Vorteile
- Lieferketten-Reporting direkt aus dem ERP, ohne separates System
- Einzeln lizenzierbare Bestandteile (EUDR, PPWR, CBAM) – nur das, was Sie brauchen
- LkSG-Datenbasis ohne Zusatzkosten enthalten
- Datenbasis aus dem bestehenden Artikel- und Lieferantenstamm, keine doppelte Pflege
- Vorbereitet auf kommende Fristen
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